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Einige sehen Zucker als Gift oder Droge und für andere ist er selbstverständlich und „täglich Brot“. In diesem Blog-Artikel erfährst du die wichtigsten Fakten über Zucker und ich gebe dir Tipps, was du dabei in deiner Ernährung berücksichtigen solltest.

 

 

Was ist Zucker überhaupt?

Wenn von Zucker die Rede ist, ist meistens der gewöhnliche Haushaltszucker gemeint. Allerdings gibt es noch weitere Varianten: Einfachzucker (Traubenzucker, Dextrose, Fruchtzucker oder Schleimzucker), Zweifachzucker (Haushaltszucker, Milchzucker, Malzzucker), Mehrfachzucker (Maltodextrin) und Vielfachzucker (Stärke, Glykogen). Diese Arten kommen jeweils in den verschiedensten Lebensmitteln vor – in Obst, Gemüse, in Milchprodukten, Getreide und Kartoffeln. Der Zucker, d. h. die Kohlenhydrate, in solchen Nahrungsmitteln ist wichtig für uns, denn so kommen wir an Energie, die uns über den Tag bringt, uns leistungsfähig und aktiv macht.

 

Wie viel Zucker essen wir täglich?

Obst Gemüse Zucker
Auch in dem als sehr gesund geltenden Obst befindet sich eine gar nicht so geringe Menge an Zucker, genauer gesagt an Fructose (Fruchtzucker).

Laut der „Nationalen Verzehr Studie II“ essen wir (pur, in Speisen oder in Getränken) umgerechnet 32 bis 33 Stück Würfelzucker pro Tag. Die World Health Organization (WHO) empfiehlt aber nicht mehr als umgerechnet 16 bis 20 Stück. Das bedeutet schlichtweg, dass die meisten unter uns täglich zu viel Zucker konsumieren. Da du nun weißt, dass nicht nur der normale Haushaltszucker, sondern eben auch Obst, Milchprodukte, alles an Getreide sowie Reis und Kartoffeln Zucker enthalten, sollte der Grund dafür ein wenig klarer sein: In den meisten Fällen essen wir einfach zu viele Kohlenhydrate, und das in Form von gesüßten Getränken, Brot, Brötchen, Kuchen, Nudelgerichten, Pizza und den geliebten Süßigkeiten.

 

 

Zucker im Blut

Tatsächlich haben wir Menschen immer eine nahezu konstante Menge an Zucker im Blut. Dieser wird als Energieträger überall in den Zellen benutzt und somit ist das Blut auch für den Zucker Transport- und gleichzeitig Lagermedium. Da der Körper alles im Gleichgewicht halten möchte, behält er natürlich auch den Zuckergehalt des Blutes im Auge. Über verscheidene Mechanismen kann er bspw. mit Hilfe des Insulins den Blutzuckerspiegel herunterregulieren und durch das Glukagon wieder erhöhen. Alles muss eben seine Ordnung haben. 😊

 

 

Krank durch Zucker?

Ein fortwährend zu hoher Blutzuckerspiegel kann mit der Zeit schwerwiegende Folgen haben – Stichwort: Diabetes. Als „Zuckerkrankheit“ oder Diabetes mellitus wird jener Zustand bezeichnet, bei dem ein erhöhter Zuckerspiegel im Blut gemessen werden kann. Es wird dabei zwischen Diabetes Typ 1 (absoluter Mangel an Insulin) und Diabetes Typ 2 (verminderte Wirkung des Insulins) unterschieden. Achtung: Diabetes bleibt oft unbemerkt, da der Beginn der Krankheit symptomlos ist.

Hauptursache ist dabei der moderne Lebensstil: mangelnde körperliche Bewegung, ungesunde Ernährung und somit Übergewicht

Merke: Ohne ausreichende Insulin-Wirkung oder bei Insulin-Mangel kann der Zucker nicht ausreichend aus dem Blut in die Zellen und Muskeln transportiert werden, um dort verbrannt oder verwertet zu werden!

 

In Deutschland leben mehr als 8 Mio. Menschen mit Diabetes, das entspricht 10 % der Bevölkerung. In Österreich sind es etwa 600.000 Patienten. In beiden Fällen ist der Typ-2-Diabetes mit jeweils über 90 % die weitaus häufigere Form. Jeder Dritte entwickelt im Laufe seines Lebens eine Diabetes-Krankheit.

 

 

Tipps für den Alltag

1Schau öfter mal auf die Zutatenliste deiner Lebensmittel. Achte dabei darauf, dass der Zucker nicht explizit aufgeführt wird oder wenn, dann erst weiter hinten in der Aufzählung. Merke: Je weiter vorne eine Zutat gelistet ist, desto mehr ist von ihr in dem jeweiligen Produkt enthalten.

2Weiterhin solltest du hauptsächlich (zu ca. 80 %) Lebensmittel konsumieren, die nur aus einer Zutat bestehen und somit nicht oder nur wenig verarbeitet sind. Bspw. sind in Wurst viele Inhaltsstoffe enthalten – u. a. Zucker, um dem Produkt mehr Geschmack zu verleihen oder es schöner aussehen zu lassen. Durch stark verarbeitete Lebensmittel gelangt eine zu große und damit unnatürlich hohe Menge an Zucker in den Körper.
Also: Wirf öfter mal einen Blick auf die Rückseite der Verpackungen.

3Die Farbe des Zuckers ist kein Indikator für eine bessere Qualität oder eine gesündere Variante. Der braune Rohrzucker ist somit nicht gesünder als der herkömmliche Haushaltszucker. Chemisch gesehen sind diese beiden Varianten absolut identisch.

 

 

Fazit

Es ist also immer dasselbe Prinzip: Willst du fitter und gesünder werden, achte auf deine Ernährung und mehr Bewegung. 😉 So beugst du gleichzeitig auch Diabetes vor. Viele Lebensmittel enthalten von Natur aus Zucker, was für den Menschen auch kein Problem ist. Allerdings ist bei zugesetztem Zucker Vorsicht geboten, denn so gelangt unnatürlich viel Zucker auf einmal in den Körper.

 

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