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Frauen Muskeln

„Krafttraining? Um Gottes Willen! Ich möchte nicht so große Schultern haben!“ „Wie sieht denn das aus mit so dicken Armen?!“ „Wenn ich Rücken trainiere, pass ich nicht mehr in meinen BH!“ „Ich möchte einfach athletischer aussehen und am besten diese leichten Streifen am Bauch haben …“

Vor ein paar Wochen habe ich einen Blog-Artikel veröffentlicht, in dem ich erklärt habe, warum auch Frauen zur Hantel greifen sollten, wenn sie den „Körper ihrer Träume“ haben wollen. Sehr viele von ihnen denken nun jedoch, dass sie durch zu viel oder zu schweres Training massiv Muskelmasse aufbauen und damit zu maskulin werden. Aber stimmt das tatsächlich? In diesem Blog-Artikel möchte ich aufklären, ob Frauen von schwerem Krafttraining wirklich vermännlichen, ob sie brutale Muskelberge aufbauen können und wie sie zu ihrer schlanken, aber athletischen Traumfigur kommen.

Wie funktioniert Muskelaufbau überhaupt?

Zunächst müssen wir die Grundlagen klären. Krafttraining (auch: Widerstandstraining) fördert natürlich den Muskelaufbau, da sich der Körper (unter ein paar Voraussetzungen: Ernährung, Training, Stress, Regeneration) an den Stimulus, den die Muskulatur im Training erfährt, adaptiert. D. h. es handelt sich, einfach gesprochen, um einen allgemeinen Prozess der Anpassung: Du übst etwas und wirst mit der Zeit besser darin. Genauso wird sich (unter idealen Voraussetzungen) auch deine Muskulatur immer wieder etwas anpassen, um im nächsten Training ein klein wenig leistungsfähiger zu sein. Das ist das Prinzip der sogenannten Superkompensation. Dieser Vorgang ist aber nicht unendlich wiederholbar. Je fortgeschrittener du bist, desto weniger wird die Anpassung der Muskulatur und desto intensiver musst du für weitere Erfolge trainieren. Letztendlich gibt es hier natürliche Limits, sprich irgendwann ist nahezu Feierabend mit dem Fortschritt (außer du greifst zu Steroiden).

Wie viel Muskelmasse können Frauen aufbauen?

Warum brauchst du als Frau aber keine Angst zu haben, riesige Muskelberge aufzubauen? Der limitierende Faktor ist hauptsächlich das Testosteron (männliches Geschlechtshormon), das im weiblichen Organismus um ein Vielfaches weniger vorhanden ist als im männlichen (Frauen besitzen etwa ein Zehntel bis ein Dreißigstel der Testosteronmenge von Männern). Man sollte außerdem bedenken, dass Testosteron nur in einer bestimmten Menge vorliegt und somit begrenzt ist. Zudem schwankt der Testosteronspiegel im Verlauf des Lebens (Pubertät, Adoleszenz, höheres Alter …). Daher kannst du zwar Muskeln aufbauen, aber eben nur in einem bestimmten Maß. Die Angst vor zu viel Muskelmasse ist also schlichtweg unbegründet. Frauen – aber auch Männer – können natural (d. h. ohne Anabolika und Co.) keine riesigen Muskelberge heranzüchten.

Was alle denken und was tatsächlich passiert!

Frau Rücken Muskeln

Rückenpose einer Athletin in der IFBB-Bodybuilding-Klasse.

Ich möchte wetten, dass viele Frauen an Bilder wie das rechts denken, wenn sie Worte wie „Frauen und Krafttraining“ oder noch besser „Frauen und Bodybuilding“. Die Frauen wie diejenige auf dem Foto trainieren zwar ebenso mit Gewichten, sind aber, wenn man ihren Hormonhaushalt anschauen würde, unterstützt (d. h. sie konsumieren illegale anabole Stoffe). Solche Ergebnisse sind nur möglich, wenn man beim natürlichen Hormonhaushalt nachhilft und z. B. Testosteron extern zuführt. Mittlerweile gibt es aber noch einige andere aufbauende Substanzen. Nur so ist es einer Frau möglich, sich eine viel mächtigere Muskelmasse anzutrainieren, als es ihr natural möglich ist. Da Testosteron das männliche Geschlechtshormon ist bzw. für die Ausprägung der männlichen Geschlechtsmerkmale verantwortlich ist, kann eine Frau bei externer Zuführung männliche Geschlechtsmerkmale ausbilden, da ihr natürliches Gleichgewicht gestört ist und das Testosteron im Überschuss vorhanden ist. Dies bewirkt, dass ein stärkerer Muskelaufbau möglich ist, aber auch eine Vermännlichung einsetzt. Konsequenzen, die sich einstellen können, sind typisch männlicher Haarwuchs, Senkung der Stimmlage, Störungen des Monatszyklus und Vergrößerung der Klitoris.

Wie bekommt man nun eine schöne, sportliche Figur?

frau bodybuilding beinpresseDurch Joggen und Yoga, werden jetzt einige denken. Zum Abnhemen oder Entspannen können diese Ertüchtigungen durchaus helfen, wer aber einen sportlichen, athletischen Körper haben möchte, wird damit nicht weit kommen. Diese Thematik habe ich aber bereits in einem anderen Blog-Artikel erklärt. Die Kurzfassung davon: Für eine wirklich sportliche oder athletische Figur darf bzw. muss Frau Krafttraining betreiben, um Muskeln aufzubauen und somit ihr Erscheinungsbild zu verbessern. Also keine Angst vorm Training mit Gewichten, liebe Frauen! Erinnerst du dich daran, dass du weniger Testosteron als die männliche Fraktion zur Verfügung hast? Genau dieser Faktor hindert dich daran, irgendwann wie Hulk herumzulaufen. 😉

Fazit

Der Aufbau von Muskelmasse ist von Natur aus limitiert. Zwar können Frauen genauso Muskelmasse aufbauen wie Männer, allerdings haben sie von Haus aus nur ein Zehntel bis ein Dreißigstel der Testosteronmenge von Männern, weshalb das Muskelwachstum in Relation dazu weniger ist. Frauen müssen also vernünftig Kraftsport betreiben, auf die richtige Ernährung und auf ausreichend Regeneration achten, um überhaupt ein paar Zuwächse verzeichnen zu können.

Zum Abschluss hier noch ein Bild von drei Frauen, die alle den gleichen Sport machen, sich sehr ähnlich ernähren, ähnlich oft ins Fitnessstudio gehen und die gleichen Übungen ausführen. Mit dem Unterschied, dass nur eine von ihnen ohne Anabolika Bodybuilding betreibt und darstellt, was natural möglich ist. Die beiden anderen Frauen nutzen Testosteron und diverse andere Substanzen.

 

female bodybuilding with and without steroids

Frauen Bodybuilding – natural (links), mit Unterstützung von Anabolika und Co. (Mitte u. rechts)

 

Du siehst also: Die Angst vor riesigen Muskelbergen ist ohne die Zufuhr von entsprechenden Substanzen völlig unbegründet.

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